266 - GYM

Motivation und wie du sie behältst

BLOGBEITRAG

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Motivation ist vermutlich das Wort, dass sich jeder Wünscht, wenn unliebsame Aufgaben vor dir stehen. In meinem MondayMotivation Newsletter bin ich kurz auf das Thema bereits eingegangen und habe darüber erzählt, wie ich Spanisch lernen wollte. Aber wollte ich wirklich Spanisch lernen? Wie oft habe ich schon versucht eine Diät zu halten, weil ich unglaublich motiviert war. Wie oft habe ich schon neue Aufgaben begonnen, weil ich extrem motiviert war. Aber war das wirklich so? War ich wirklich von innen heraus, also intrinsisch motiviert? Oder habe ich einfach nicht genug Disziplin in mir und deshalb auch kein Durchhaltevermögen? 

Eine nie endende Quelle der Motivation

Die extrinsische Motivation gleicht einem Brunnen der mit einem externen Wasseranschluss immer wieder befüllt wird. Aus diesem Brunnen kann ich so lange schöpfen, bis die Quelle leer ist. Wird der Brunnen nicht wieder mit neuem Wasser befüllt, bleibt am Ende nichts mehr zu schöpfen. 

Die intrinsische Motivation hingegen gleicht einem Brunnen, der von einer unsichtbaren Quelle immer wieder gespeist und gefüllt wird. Egal wieviel Wasser ich aus diesem Brunnen schöpfe. Die Quelle wird nie versiegen. Ja, es mag Tage geben, da kommt das Wasser nicht so schnell nach, wie man selbst gern schöpfen möchte. Aber nach einer kurzen Pause, kannst du dir gewiss sein, dass der Brunnen wieder, wie von Zauberhand, vollgelaufen ist. 

Woran scheitert Motivation

In meinem Newsletter hatte ich mein Vorhaben beschrieben, dass ich Spanisch lernen wollte. Ich war bis in die Fingerspitzen motiviert und habe mir von Rosetta Stone eine Jahresmitgliedschaft gekauft. Weil diesmal war ich mir sicher, dass ich Spanisch lernen würde! Komme was da wolle!
Ja, ich hatte es wohl auch schon vorher mal probiert, war aber offenbar nicht so motiviert gewesen, wie es zu diesem Zeitpunkt war. Ich war direkt in Spanien im Urlaub. Um mich herum waren viele Spanier (Logisch) und ich wollte mich verständigen. Ich sah mich selbst schon, wie ich mit den Einheimischen am Bazar verhandlungssicher um Preise feilschte und meine Frau damit beeindruckte, den Kellnern im Restaurant ohne einen Fehler die gesamte Bestellung in perfektem Spanisch wiedergab. 
Mit diesem Bild im Kopf kann ja nichts schief gehen! Also kann ich es auch gleich lernen und voll loslegen. Und um voll loszulegen benötigt man erst mal das beste Material. 😅

Aber schon nach zwei Monaten des täglichen lernens, stellten sich kleine Lernpausen ein. Ich sagte mir, dass ich das am nächsten Tag nachhole. Meine Versprechen konnte ich aufgrund Zeitmangels nicht einhalten. Ich sagte also zu mir, dass ich die Zeit des Lernens etwas reduziere. Aber auch hier kam oft etwas wichtigeres dazwischen und die Lernzeiten reduzierten sich weiter. Bis ich über eine Woche nicht einmal Spanisch gelernt hatte. 

Was ist passiert? Ich lag einem gewaltigen Irrtum auf! 
Motivation ist nicht gleich Motivation. Auch nicht, wenn es scheint, als würde sie von innen heraus geweckt sein. Denn mir hatte ja niemand aufgetragen wirklich Spanisch zu lernen…

Ich habe mich in das Bild verliebt, dass ich zu Beginn beschrieben hatte. Ich wollte fließend Spanisch sprechen, aber ich wollte nie wirklich die Vokabeln dazu lernen. Ich wollte mich perfekt mitteilen können, aber nie wirklich die Zeit meiner wertvollen Freizeit dafür hergeben, spanische Kurse zu durchlaufen. Ich habe mir also nie gesagt: „Ich freue mich jetzt, dass ich Spansich lerne, denn das macht mir total spaß“ Stattdessen sagte ich mir, erst schwach dann immer eindringlicher: „Ich muss lernen!“ „Wenn ich jetzt nicht lerne, dann habe ich es heute schon wieder nicht geschafft“, „Ich muss nur die 30 Minuten machen, dann kann ich endlich das machen, was mir Spaß macht“.

Ich war also garnicht motiviert zu lernen. Ich war lediglich in eine Belohnung verliebt, die ich mir ausgemalt hatte. Die Fokussierungs-Illussion könnte hier ein passender Denkfehler sein. Sobald ich darüber sinnierte, wie ich Spanisch spreche, fühlte es sich richtig gut an! Aber als ich Spanisch lernte, wollte ich ganz schnell andere Dinge machen, die mir dann wichtiger erschienen. Oft wird das mit dem Prokrastinieren beschrieben. 

Die Wenn-Dann-Falle

Hast du einmal zu dir gesagt: „Wenn ich erst mehr Muskeln habe, dann bin ich mit meinem Körper zufrieden?“ oder „Wenn ich erst mal genug Geld verdiene, dann hole ich mir das was mich glücklich macht?“ 

Hier möchte ich mit einer Aufgabe für dich anknüpfen: 

✍️Schreibe 3 Dinge auf, die du gern angefangen hättest aber nicht erreicht hast

Vielleicht ist dein Ziel im sportlichen Bereich gewesen. Vielleicht im Finanziellen. Stelle dir jetzt gern einmal die Frage ob du das was du für dein Ziel hast tun müssen gern gemacht hast. Also hast du dich gern ins Fitnessstudio bewegt? Hast du gern Überstunden gemacht? Wenn nein? Hättest du, wenn du die Möglichkeit, durch zum Beispiel eine liebe Fee gehabt hättest dir den Wunsch direkt erfüllt, ohne den Weg gehen zu müssen? 
Wenn du hier deine Frage mit ja beantworten kannst, wirst du schnell verstehen, dass du nicht den Prozess liebst sondern einfach nur ein Ergebnis. Die Kernfrage dahinter aber bleibt: Macht dich das Ergebnis nun wirklich glücklich? 

Das große Problem mit dieser Denkweise ist, dass es sich vermutlich dein ganzes Leben lang durchziehen wird. Denn wenn du in der Wenn-Dann-Falle steckst kommt es nicht auf das Ergebnis an. Es herrscht ein grundlegender Mangel. 

Tust du es freiwillig?

Der ein und der selbe Vorgang, kann für einen Menschen die absolute Qual sein, während andere in dem Tun extrem aufgehen. So kann der Besuch im Fitnessstudio die reinste Folter sein. Es kann aber auch die reinste Meditation, Entspannung oder ein extremer Energieschub an. Die Perspektive treibt deine Performance. Schau dir dazu gern einmal das Video von Inky Johnson an. 

Der innere Antrieb ist das was dein Herz dir sagt. Du hörst nicht mehr auf fremde Erwartungen sondern tust es aus freien Stücken. Ganz einfach, weil es aus dir spricht. 

Achte als darauf, dass du das was du tust, wirklich aus freien Stücken tust. Weil du den Weg liebst und nicht nur das Ergebnis. Stell dir gern dazu die Abkürzungsfrage. Würdest du das was du tun willst gerne abkürzen oder möchtest du einfach nur besser werden? Wenn du das zweite mit Ja beantworten kannst, wirst du keine tiefgreifenden Probleme haben, dich zu motivieren. Vermutlich kann es sogar sein, dass jemand dich nicht mehr davon weg bekommen würde 😎

Es kann gut sein, dass genau aus diesem Grund Selbstständige einfach erfüllter sind mit dem was sie tun. 

Dein Können zählt

Ja, jeder Anfang ist schwer. Wie das Laufen, dass ein Kleinkind müssig lernt und oftmals nur langsam Fortschritte macht. Je mehr Können du in etwas entwickelst, desto mehr wird dies deinen Brunnen mit Wasser speisen. Zeige mir doch mal jemand der extrem gut Fußball spielt, dies aber nicht gern macht. Zeige mir jemand der extrem gut in einer Kampfsportart ist, und nicht gern diese Sportart ausübt. Zeige mir einen leidenschaftlichen Selbstständigen, der nicht gern das tut was er tut. Du wirst vermutlich selten so jemanden finden. 

Können zeigt sich in kleinen Schritten. In dem du an dir selbst feststellst, wieviel besser du im Vergleich zum Vortag, zur vergangenen Woche oder zum letzten Mal geworden bist. In dem du durch kleine Feedback-Loops deinen Fortschritt sichtbar machst, steigert sich deine Könnerschaft und damit deine Motivation. 

Die meisten Menschen geben in einem Stadium auf, an dem sie noch wenig Können haben. Ganz besonders, wenn es nicht unbedingt intrinsisch motiviert gestartet ist. Deshalb ist das Thema des Dranbleiben so extrem wichtig. Nicht um einfach nur durchzuhalten. Nein, vielmehr um Können zu entwickeln. Können das dich wiederum motiviert und dann auch mehr Spaß bringt.  Je mehr du etwas kannst, desto mehr wirst du es lieben. Dadurch wächst Tag für Tag dein Leidenschaftsfeuer immer mehr. 

Das Prinzip: Sein - Tun - Haben

Was ist der Sinn hinter deinem Tun? Oft hinterfragen wir einfach nur das Ergebnis. „Ich arbeite hart, damit ich eines Tages ein besseres Leben habe.“ Sein Warum wirklich zu kennen ist wichtig. Aber auch das Warum in der einzelnen Aufgabe zu verstehen und sich greifbar zu machen, weckt den Sinn der aktuellen Handlung. Warum sollte ich trainieren gehen? Warum führe ich die einzelnen Übungen aus? Frage dich also, was ist der Sinn der Handlung und was ist der Sinn des Ziels? Und was würde dir fehlen, wenn du das nicht tun würdest oder dieses Ziel nicht hättest? 

Vielleicht hast du schon einmal das Prinzip des Sein – Tun – Habens gehört. Die meisten Menschen wollen über das Tun zum Haben und dann darüber ihr Sein definieren. Wer sich also jedes mal fragen muss, was er Tun muss um mehr zu haben um dann etwas zu sein wird selten eine befreiende Antwort darauf bekommen. 

Mirco Burger ist ein sehr guter Freund und Kollege von mir. Er ist der einzige Deutsche der den Titel Mr. Olympia im Natural Body Building geholt hat. Das ist der Titel, den Arnold Schwarzenegger als höchsten Titel für sich bestritten hatte. Mirco fragt sich nicht ob er Trainieren gehen sollte. Es gehört zu seiner Identität. Er ist ein Body-Builder und definiert darüber sein tun. Deshalb fällt es ihm nicht schwer, auf Schokolade zu verzichten. Alkohol weg zu lassen. Oder öfters mal einen „Cheat-Day“ machen. Seine Identität gibt ihm sein Handeln vor und aus dieser Identität raus hat er sehr große Erfolge und genießt zeitgleich auch jeden Tag seines Handelns. Er trainiert weil er ist. Er ernährt sich gesund weil er ist! 

Wie halte ich mich motiviert?

Vielleicht hast du Träume in deinem Leben. Träume sind keine verrückten Phantasiegebilde. Es sind Wünsche, die wir in uns tragen. Jeder von uns hat seine eigenen Träume. Seine Wünsche vom Traum leben. Damit du dein Traumleben auch erschaffen kannst, gehört zu deinem Traum aber auch ein klares Ziel. Denn nur dann, kann dieser Traum aus deiner Gedankenwelt sich in der realen Welt manifestieren. 

Also suche dir Ziele aus deinen Träumen die dich wirklich reizen! Die tief aus dir kommen. Und dann benenne diese Ziele klar mit einem klaren Action-Plan. Und egal welcher Schritt auf diesem Weg deiner Zielerreichung kommen mag, schau dir beim Handeln an, was du für dich daraus lernen kannst. 

Möchtest du zum Beispiel einen neuen Job? Dann definiere dein Ziel mit klaren Aufgaben. Die so klein runter gebrochen wurden, dass sie leicht umzusetzen sind. „Ich suche heute neue Arbeitgeber, die auf meinen Wunschjob zutreffen“ der nächste Schritt könnte sein: „Ich suche die Adressen dieser neuen Arbeitgeber heraus und finde heraus, was diese Firmen im Detail machen und womit ich mich besonders identifiziere“. Ein weiterer Schritt könnte sein: „Heute schreibe ich eine Bewerbung für die erste Firma“.

Und beim Handeln frage dich nach dem Sinn. Was lernst du durch den Prozess der Recherche. Was lernst du für dich? Was für das Leben? Wie und wo kannst du das wieder anwenden? 

Der Vergangenheits-Check

Finde doch mal raus, wo in der Vergangenheit du so richtig hart motiviert warst etwas zu erreichen? Etwas für das du Berge versetzt hast. Ich bin mir sicher es gibt etwas in deinem Leben, dass dich so motivierte, dass du alles in Bewegung gesetzt hattest. 

Vielleicht möchtest du mehr herausfinden, was du kannst. Was dich antreiben kann. Dann biete ich dir einen Termin für eine Coaching-Session an. In der wir 90 Minuten sprechen und uns deine Zeile, Handlungen oder aber auch Nichthandlungen und Limitierungen anschauen. 

Dieser Platz ist nicht kostenfrei. Denn du sollst hier nicht das Gefühl haben, dass du am Ende etwas verkauft bekommst. Du bekommst sogar eine Garantie von mir. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, klicke hier auf diesen Button. 

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